Am vergangenen Sonntag verschlug es unsere U20-Damen tief in den Taunus nach Idstein. Der Anlass dafür war der zweite Jugendspieltag der Saison 2025/26. Die Gegner des Spieltags waren der Gießener SV, der TuS Brandoberndorf sowie die gastgebende Mannschaft des TV Idstein. Der eigentliche Favorit und Gewinner des ersten Jugendspieltags, der SK Driedorf, musste leider absagen.
Voller Vorfreude ging es ins erste Spiel gegen den Gießener SV, einen starken Gegner, der neben der Jugendrunde auch am regulären Spielbetrieb teilnimmt. Dennoch gelang es unserer Mannschaft phasenweise gut mitzuhalten und dem Gegner einiges entgegenzusetzen. Gerade zu Beginn war jedoch die Aufregung deutlich spürbar. Durch zwei gute Aufschlagserien konnte Gießen den ersten Satz letztlich recht deutlich mit 25:14 gewinnen. Im zweiten Satz legte sich die Nervosität merklich. Die U20 kämpfte bis zum Schluss um den Satz, verlor ihn jedoch knapp mit 25:20.
Ähnlich erging es unseren Damen im zweiten Spiel gegen den TuS Brandoberndorf. Auch hier konnte man über weite Strecken gut dagegenhalten. Entscheidend waren am Ende vor allem zwei sehr starke Spielerinnen des Gegners, die mit präzisen Aufschlägen, Blocks und Angriffen, trotz eines zwischenzeitlichen 19:19 im zweiten Satz, den Unterschied machten. Somit setzte es erneut eine 2:0-Niederlage mit exakt denselben Satzständen (14:25; 20:25).
Im letzten Spiel gegen den TV Idstein merkte man schließlich deutlich, dass der lange Spieltag seine Spuren hinterlassen hatte. In vielen Situationen fehlte die psychische wie auch die physische Frische. Oft kam man einen Schritt zu spät, schlug den Ball knapp ins Aus oder reagierte erst gar nicht. Zwar gelangen vereinzelt noch gute Aktionen, dennoch verlor man verdient und deutlich zwei Mal mit 12:25.
Insgesamt musste sich unsere U20 an diesem Tag also dreimal geschlagen geben. Dennoch überwiegen die positiven Eindrücke: Im Vergleich zum ersten Spieltag zeigte das Team eine signifikante Verbesserung. Während damals viele Punkte über unkonventionelles „Volleyball“ erzielt wurden, sah man dieses Mal über weite Strecken ein schönes und systematisches Spiel. Immer wieder gelang es der Mannschaft, ihr Potenzial durch kraftvolle Angriffe, Ass-Aufschläge sowie saubere Annahme- und Verteidigungssituationen deutlich aufzuzeigen. Letztlich entschied vor allem die fehlende Konstanz dieser Aktionen über Sieg und Niederlage.
Besonders hervorzuheben ist, dass unsere U20 erst vor sechs Monaten gegründet wurde und der Altersschnitt am Spieltag bei 15, 5 Jahren lag. Die Gegner hingegen spielen teils seit Jahren in einer Mannschaft und im regulären Ligabetrieb. Man darf also sehr gespannt auf die Zukunft dieser großartigen Mannschaft sein. Eines steht fest: Diese Mannschaft wird in den kommenden Jahren definitiv ihre eigene Geschichte schreiben und diese Geschichte wird erfolgreich sein!



